Wartungsfreie Batterie

Der Begriff Wartungsfreie Batterie wird vor allem im Zusammenhang mit bestimmten Starterbatterien für Autos und Motorräder verwendet. Diese sind auch als “MF-Batterien” (von Englisch maintenance free “wartungsfrei”) bekannt. Der Zusatz “wartungsfrei” bezieht sich dabei in erster Linie auf das Nachfüllen von Wasser, das bei wartungsfreien Batterien praktisch nicht nötig ist. Bei herkömmlichen Blei-Säure-Batterien wird der Wasseranteil der Batteriesäure durch Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten, so dass der Wassergehalt stetig abnimmt. Daher ist es bei diesen Batterien nötig, regelmäßig demineralisiertes Wasser nachzufüllen (normales Wasser würde die Batterie durch Korrosion der Elektroden in kürzester Zeit unbrauchbar machen). Bei wartungsfreien Batterien entsteht bei richtiger Ladung nur Sauerstoff. Dieser reagiert mit dem an der Minusplatte gebundenen Wasserstoff und bildet so wieder Wasser. Durch Überladung kann jedoch auch in wartungsfreien Batterien Wasserstoff entstehen. Daher sollte auch bei diesen der Wasserstand alle zwei Jahre kontrolliert werden. Wartungsfreie Batterien benötigen aufgrund der höheren Säuredichte eine höhere Ladespanne als herkömmliche Blei-Säure-Batterien. Sie halten diese Spannung zwar viel länger, überleben in der Regel aber keine Totalentladung. Dementsprechend müssen auch wartungsfreie Batterien von Zeit zu Zeit ausgebaut und aufgeladen werden.